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nach Vereinbarung

 

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Mittwoch, Donnerstag: 
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Lösungsorientierte Beratung

 

Systemisch-lösungsorientierte Beratung Der Blick auf das System lenkt nicht den Fokus (die Aufmerksamkeit) auf den/die Schuldigen, sondern auf die Lösungen. Oft ist ein Problem die Lösung für ein System. Die Würdigung eines solchen (verdeckten) Nutzens kann ein erster Schritt zur Aussöhnung und Verbesserung der bestehenden Situation sein. Damit ist dieser Ansatz gegenwarts- und zukunftsorientiert. Er bezieht alle, die einem System (Familie, Klasse, Arbeitsplatz etc.) angehören, mit ein, grenzt niemanden aus.



 

Systemisch-lösungsorientierte Beratung ist integrierend, aussöhnend und deshalb erstaunlich wirkungsvoll und hilfreich, zumal die KlientInnen keine RAT-SCHLÄGE oder vorgefertigte Rezepte erhalten, sondern angeregt werden, eigene Ideen zu entwickeln.



 

"Die Veränderung eines Systemelements verändert das gesamte System: Wenn sich jemand in einer Familie anders verhält, dann müssen sich die anderen - ob sie nun wollen oder nicht - in Bezug auf ihn auch anders verhalten." (Klaus Mücke, 2002)


 

"Lösungsorientiert"

 

Im Vordergrund der lösungsorientierten Arbeit stehen die Ressourcen, die dem einzelnen Menschen zur Verfügung stehen, damit sich dieser den Herausforderungen des Lebens kraftvoll stellen kann.
Auf der Suche nach Lösungen wird das genutzt, was positiv wirkt und hilft. Anerkannt wird, dass es eine Vielzahl unterschiedlicher Wege geben mag, die zum Ziel führen.
Mein Anliegen ist es, die KlientInnen ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten, ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen und sie nach unseren Treffen gestärkt und mit veränderten Perspektiven in die Selbstständigkeit zu entlassen.



 

Die lösungsfokussierte Kurztherapie wurde von Steve de Shazer und seinem Team am BFTC (Brief Family Therapy Center) in Milwaukee entwickelt. Sie baut in ihrem Kern auf Milton Ericksons Pseudoprojektion in der Zeit auf und befasst sich mit der Konstruktion von Lösungen.



 

Der Ansatz stellt eine Integration von systemisch-konstruktivistischen und lösungsorientierten Vorgehensweisen dar. Er unterstützt zielorientiertes und innovatives Denken und Handeln. Gearbeitet wird nach den Konzepten der lösungsorientierten Kurztherapie (Berg, de Shazer u.a.), der Möglichkeitstherapie (O'Hanlon), der systemischen Beratun g und Supervision der "Palo-Alto-Gruppe" (Watzlawick, Weakland u.a.), der "Heidelberger Gruppe" (Stierlin u.a.) und des Reflektierenden Teams.



 

Dabei zum Tragen kommende lösungsorientierte Grundhaltungen und Arbeitsmethoden sind Wertschätzung, Ressourcenfokussierung, zirkuläres Fragen, Wunderfrage, Skalierung.



 

Die drei Basisregeln des lösungsorientierten Vorgehens nach Steve de Shazer und Insoo Kim Berg:

  

 

  • Wenn etwas nicht kaputt ist, dann repariere es auch nicht.
   
  • Wenn du weißt, was funktioniert, mach' mehr davon.
   
  • Wenn etwas nicht funktioniert, dann hör' auf damit; mach' etwas ander(e)s.



 

"[...] Was ist zu ändern? Einmal die Bedeutung des Problemverhaltens, und man verhält sich entsprechend anders; oder - noch einfacher - man verhält sich einfach anders. Was soll sich ändern? Nun, da man keine Kontrolle über Ideen und Verhaltensweisen anderer hat, wohl aber über eigene Gedanken und Verhaltensweisen, ist man Experte für Änderungen bei sich selbst. Ändert man sich selbst, in seinem Denken und Handeln, so ändert sich auch die Beziehung zum anderen, der ein problematisches Verhalten zeigt. - und dies wiederum hat Auswirkungen auf das Verhalten selbst - so wie bei einem Mobile, wo ein Impuls an ein Element zu - oft überraschenden - Veränderungen der Beziehungen im Gesamtsystem anregt.



 

Einfach und schwierig zugleich, denn wir haben gelernt, in linearen Ursache-Wirkung-Beziehungen zu denken. Und da gilt es, erst die wahre Ursache zu diagnostizieren, um dann das Problem beheben zu können. In einem zirkulären Modell wird dagegen nach der Nützlichkeit, dem Passen von Ideen für Möglichkeiten der Veränderung gefragt. "Komplizierte" Probleme erfordern nicht notwendigerweise komplizierte Lösungen. Um ein kompliziertes Schloss zu öffnen, so eine Metapher von Steve DE SHAZER, braucht man Dietriche. Lösungen sind einfach - die Schwierigkeit besteht darin, wie und wo wir nach ihr suchen. Dabei können Techniken der ökosystemischen Methode helfen - Techniken, die erkenntnistheoretisch begründet sind und eine entsprechende Haltung erfordern, sollen sie nicht zu Utensilien einer Trickkiste verkommen."



 

(Uwe Grau, in: Molnar/Lindquist: Verhaltensprobleme in der Schule. Lösungsstrategien für die Praxis. Dortmund 62000, S.9f)